Einführung

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Interdisziplinäre Grundlagenforschung
Gesellschaftspolitisches Handeln im Sinne der Kinder

Das Glück, mit Kindern zu leben, beruht darauf, Glück zu schenken. Vertrauen ist erforderlich. Mut. Verbindlichkeit. Solidarität. Und Zuversicht – vor allem Zuversicht. Die begründete Hoffnung, gemeinsam für und mit unseren Kindern eine Welt gestalten zu können, die ein gutes Aufwachsen und Leben ermöglicht: Eine Welt der Kinder.

Diese Welt ist geprägt von Beziehungen, die auf tiefer gegenseitiger Anerkennung beruhen. Sie gibt Begegnungen Zeit. Sie gewährt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine ausreichend gesicherte Existenz in schonendem Umgang mit den Ressourcen der Natur. Menschen in Familien, Institutionen und Gesellschaften wirken zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Sie geben die Einsichten ihres Lebens, ihrer Beziehungen und ihrer Arbeit weiter an künftige Generationen. Kinder wachsen auf in einer Atmosphäre der Wertschätzung, im Reichtum der Kulturen und der Freude an der Vielfalt menschlicher Existenz. Utopie? Realisierbare Wirklichkeit?

Die Lebensumstände von vielen, allzu vielen Kindern sind heute geprägt von tiefem Leid, verursacht durch Verletzung, Vernachlässigung, Armut und ökologische Belastungen. Erstmals wachsen Generationen heran, deren Lebenserwartung und -qualität vermutlich unter jener ihrer Eltern liegen wird. Die Mitwirkenden am Symposium wissen, dass wir diese Realität in den Blick nehmen müssen. Und wir handeln im Bewusstsein, in der Hoffnung, dass Veränderung möglich ist - wenn sie begründet wird, eine gemeinsame, von ausreichend vielen Akteuren geteilte Vorstellung entwickelt wird.

Das Symposium soll ein Ort sein, an dem dieses gemeinsame Bild entwickelt werden kann. In einem dreijährigen Prozess wollen wir ermöglichen, dass die Anliegen der Kinder in allen gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen und in ökonomischen Bereichen wahrgenommen, ernst genommen werden. Kinder anerkannt werden als Menschen statt als Menschwerdende.

Wir laden Sie ein, in einer überschaubaren Region, Vorarlberg, zusammen zu kommen und einen großen Bogen zu spannen: Über Kulturen, Disziplinen und Generationen hinweg zu Erfahrung, Wissen und guter Praxis auszutauschen. Wir stehen damit in einer langen Tradition: Die Kinderdorf-Idee wurzelt hier, die Partnereinrichtungen zum Symposium gründen auf Initiativen, die Lebenswelt von Kindern zu verbessern. Das Projekt zur Regionalentwicklung ‚Kinder in die Mitte’ führt diesen Weg fort.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Molière

Verbunden mit diesem Engagement ist die Einsicht, dass es nicht genügt, für Kinder hier einzutreten. Es gilt, Brücken in andere Teile dieser Welt zu bauen. So tragen die Einladung zum Symposium viele Menschen mit: Aus verschiedenen Kontinenten, Ländern und Organisationen kommen wir zusammen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben ihre Erfahrung weiter, Politik und Wirtschaft unterstützen den Prozess.

Versammelt sind große Schätze menschlicher Erfahrung – zusammengeführt im Namen einer uralten Hoffnung: Der Hoffnung, dass es möglich ist, die Waage menschlicher Erfahrung zugunsten des Glücks zu neigen. Kindern Gegenwart und Zukunft zu geben.

Mag. Carmen Feuchtner und Dr. Gerhard König,
Welt der Kinder – im Namen der Partner zum Symposium
Vorarlberger Kinderdorf, SOS-Kinderdorf, Institut für Sozialdienste, Caritas, Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) und Land Vorarlberg

Bitte finden Sie auf den Folgeseiten das Programm und eine detaillierte Beschreibung des Gesamtprojekts.