Wulf Schiefenhövel


Wulf Schiefenhövel

Zunächst ausgebildet zum Mediziner, führte Schiefenhövel ab 1965 Feldstudien zu traditionellen medizinischen Überzeugungen und Praktiken in Neuguinea durch, begründete die ethnomedizinische Forschung in Deutschland mit, promovierte über ethnomedizinische Untersuchungen bei den Kaluli und Waragu in Neuguinea und habilitierte über medizinische Psychologie und Ethnomedizin. Seine interdisziplinäre Arbeit vertiefte er als Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, des Collegium Budapest, des Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF), Universität Bielefeld und des Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst. Er war Präsident der Intern. Society of Human Ethology und lehrt seit 1988 als Gastprofessor für Humanethologie an der Universität Innsbruck, und seit 2014 an der Universität Bordeaux. Als Emeritus leitet er die Gruppe Humanethologie am Max-Planck-Institut für Ornithologie. Umfangreiche Publikationen, u.a. zu Brücken zwischen Anthropologie, Medizin und Humanethologie; Evolutionäre Aspekte von Schwangerschaft, Geburt, früher Kindheit; Nonverbale Kommunikation; Aggression/ Aggressionskontrolle; Sexualität und Reproduktionsverhalten. Mitgründer & Herausgeber der Zeitschrift „curare – Journal for Ethnomedicine and Transcultural Psychiatry".