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Lernkreisläufe gestalten für nachhaltige Entwicklungen
Zu den Inhalten im Jahr 2010
10 Jahre Symposium: Viele Menschen haben sich beharrlich bemüht, sich mit Interesse und Freude auf neue Einsichten und aufeinander eingelassen, Kontakte geknüpft und vertieft. Und sie haben zur besseren Interaktion und Verständigung jener beigetragen, die für junge Menschen engagiert und mit ihnen unterwegs sind – allein im Jahr 2009 wirkten über 100 Personen aktiv am Zustandekommen des Symposiums mit! Dieses gemeinsame Lernen zeugt von einem starken Willen, zu konstruktiver Veränderung beizutragen: Das Bild des Konvois begleitet uns (Petzold), in dem wir zu informiertem Handeln finden, orientiert durch erfahrene und inspiriert durch junge Menschen, ihren Ideen und ihrer Innovationskraft.
Das diesjährige Symposium soll Lernkreisläufe und -netzwerke schaffen und zu allen Altersstufen von Kindern und Jugendlichen beste Praxis vermitteln. Die Ermächtigung insbesondere der Kinder und Jugendlichen steht im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Sie eröffnen mit ihren Ideen den ersten Tag. Gerald Hüther und Adele Diamond knüpfen mit Vorträgen an und zeigen, wie wir mit und für Kinder handlungsfähig werden: Wie kann ein Kollektiv (eine Region etwa) Gestaltungskompetenz gewinnen? Wie kann bereits das Kind unterstützt werden in seiner Kompetenz, Probleme zu lösen, sich selbst zu organisieren und konstruktiv zu handeln? Im Dialog von Hüther und Diamond mit Franz Resch fokussieren wir das präventive Handeln. Der Prävention – primär wie sekundär – widmen sich auch vielfältige Blitzlichter auf gute Praxis am ersten Abend, Vertiefung bieten die Präsentationen jeweils zu Tagesbeginn und die Ateliers der Folgetage. (Siehe ausführliche Beschreibungen unter http://www.weltderkinder.at/)
Am zweiten Tag werden unsere Denkmuster herausgefordert. Wie Gemeinschaft neu gestaltet werden kann, zeigen Mekbul Jemal, Ibrahim Ismail und Gyles Morris. Margret Nkrumah reflektiert innovative Ideen junger AfrikanerInnen. Serdar Degirmencioglu spricht darüber, welche emotionalen Stolpersteine, aus dem Weg geräumt werden müssen, um junge MigrantInnen aktiv in ihren Gemeinden zu beteiligen. Und wenn Lothar Krappmann in Reflexion des Kinderrechts auf Partizipation frägt: „Kinder und Erwachsene - wer lernt von wem?“ verweist er auf die jüngste Forschung, wonach Denken der Sprache vorangeht, Kinder, mit universaler Offenheit ausgestattet, eben denken, ehe sie sprechen und mehr denken, als sie sagen können. Mit Gleichaltrigen wird dieses Denken ins Neue erprobt, mit Erwachsenen deren Bewährtes auf die Probe gestellt: Die Generationen sind aufeinander angewiesen. Und abends bringt Klaus Feßmann Steine zum Singen.
Der letzte Tag ist der Sinnhaftigkeit und dem Widersinn von Bewertungen gewidmet. Die Befähigung zu ressourcenorientiertem, kooperativem Handeln - auch unter widrigen Umständen – verbindet die Praxisprojekte des Tages. Die Vorträge befassen sich mit (Lebens-) Qualitätsentwicklung. Evaluation wird kritisch beleuchtet: Was lässt sich evaluieren? Welche Ansätze taugen in der Kinder- und Jugendhilfe? Wieviel und welche Dokumentation vertieft das Verständnis für Zusammenhänge? Dieser Information folgt eine Reflexion zur Bedeutung des Wollens im Tun: Hilarion Petzold lädt ein zu einem Streifzug durch verschiedene Wissensdisziplinen und ihre Erkenntnisse zur Übersetzung von Vorstellungen in konkretes Handeln.
Am Nachmittag eröffnen wiederum vielfältige Ateliers neue Verknüpfungen, so einen Austausch von Neurobiologie (Hüther) und Psychotherapie (Petzold). Interessierte können auch am Aufbau unseres Wissenstransfers mitwirken: Wir stellen unsere Vernetzung mit Addis Abeba/ET (25. – 27. Mai 2011) und der Arbeit von Adele Diamond vor. Zum “farewell” lädt uns Mekbul Jemal ein – und dazu, den Austausch im kommenden Jahr fortzusetzen.
Im Namen der Partnerorganisationen
Carmen Feuchtner, Gerhard König, Welt der Kinder
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