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Biographien der ReferentInnen

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Mittwoch, 14. Mai 2014

 

Paul L. Harris | USA

Entwicklungspsychologe mit Schwerpunkt auf der Beforschung der Kognition, Emotion und Imagination von Kindern. Nach seiner Ausbildung in Oxford lehrte Paul Harris an den Universitäten von Lancaster, an der Free University of Amsterdam und an der London Scholl of Economics. Er nahm großen Einfluss auf das Entstehen der Entwicklungspsychologie als eigenem Fach. Bereits in den 70er Jahren des 20. Jhs. initiierte er Forschung zum “Kind als Psychologe”. Mit seinen Experimenten zur Entwicklung von Imagination veränderte Harris die theoretischen Erklärungen zur kognitiven Entwicklung und leistete grundlegende Arbeit zur Theorie vom kindlichen Geist, „the child‘s theory of mind“. Er veröffentlichte über 200 Artikel in den renommiertesten Fachzeitschriften, seine Bücher wurden in 7 Sprachen übersetzt. Aktuell lehrt Prof. Harris an der Universität von Harvard.

 

Andreas Kruse | Deutschland

Direktor des Instituts für Gerontologie, Universität Heidelberg, Vorsitzender der Altenberichtskommission der Dt. Bundesregierung, Mitglied des Technischen Komitees der Vereinten Nationen zur Erstellung des International Plan of action on ageing. Prof. Kruse habilitierte sich am Institut für Gerontologie in Heidelberg zur »Kompetenz im Alter in ihren Bezügen zur objektiv und subjektiv bewerteten Lebenssituation«. Vor der Rückkehr nach Heidelberg lehrte er in Berlin und hatte einen Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Lebensspanne an der Universität Greifswald inne. Forschungsschwerpunkte: »Mitverantwortliches Leben im Alter«, Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit im Alter, altenfreundliche Bildungs- und Betreuungsangebote, insbesondere für Menschen mit Erkrankungen, Bilder vom Alter in der Gesellschaft und damit verbundene intergenerationelle Beziehungen.

 

Donnerstag, 15. Mai 2014

 

Sabine Andresen | Deutschland

Pädagogin mit Schwerpunkt Kindheitsforschung und Forschung zu Kindern in Armutslagen. Forschungsprofessur zu Familienhilfe (2011), aktuell Professorin für Sozialpädagogik und Familienforschung an der Goethe Universität Frankfurt a.M. und im interdisziplinären Forschungszentrum IDeA - Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk. Mitglied der Sachverständigenkommission der Shell-Studie. Seit 2007 ist Andresen wissenschaftliche Leiterin der Worldvision Studie, seit 2010 gehört sie dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an und ist Jurymitglied des Deutschen Kinderpreises. Forschungsschwerpunkte: Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, Geschichte der Sozialpädagogik, Historische Bildungsforschung, Internationale Reformpädagogik, Geschlechterforschung. 

 

Mieke Schuurman | Niederlande

Nach ihren Studien in Recht (Universität Edinburgh/UK) und European Studies (Universität Amsterdam/NL) ist Schuurman als selbständige Konsulentin für Kinderrechte und EU-Politik tätig. Sie arbeitete als Secretary-General des European Children‘s Network (EURONET) und übernahm seit dem Jahr 2009 eine Reihe von Aufträgen für internationale Organisationen und NGO’s wie den Council of Europe, UNICEF, Child Helpline International, Save the Children, the European Foundation for Street Children, the European Economic and Social Committee und die Europäische Kommission sowie für Eurochild. Im Jahr 2013 wurde Mieke Schuurman zur Vorsitzenden der EUROCHILD Policy Steering Group bestellt. Mieke Schuurman gibt Trainings in Kinderrechten und ist Expertin in Kinderbeteiligung.

 

Manuel Sprung | Österreich

Professor für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien und begründender Leiter des dort angesiedelten Games4Resilience Lab mit Forschungsschwerpunkt Prävention von psychischen Gesundheitsproblemen von Kindern und Jugendlichen. Wie können effektive Interventionen mittels innovativer Ansätze verbreitet werden, um Behandlungslücken zu verringern? Akademische und Forschungspositionen an Universitäten in Europa und den USA (u.a. an der Harvard University). Forschungsinteressen an der Schnittstelle traditioneller Bereiche der Psychologie zu anderen Wissenschaftsdisziplinen (Informatik, Sportwissenschaft), translationale Forschung zur Wirksamkeit und Anwendbarkeit von evidenzbasierten, gesundheitspsychologischen Präventions- und klinisch-psychologischen Interventionsprogrammen für Kinder und Jugendliche.

 

Reiner Klingholz | Deutschland

Deutschlands bekanntester Experte für alle Aspekte der Demografie, Reiner Klingholz, leitet seit 2003 das „Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung“ und ist seit 2009 Vorstand der gleichnamigen Stiftung. Als Chemiker und Molekularbiologe forschte er zunächst an der Universität Hamburg (Promotion über makromolekulare DNS-Strukturen), ab 1984 war er Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT, wechselte 1990 zu GEO und wurde später Leiter der Redaktion von GEO WISSEN. Seine Bücher „Wir Klimamacher“, „Wahnsinn Wachstum“ und viele weitere Veröffentlichungen trugen ihm Preise ein, so den Journalistenpreis für Entwicklungspolitik des Bundespräsidenten und den Buchpreis der Deutschen Umweltstiftung. Zuletzt forschte er zur Versorgung der ländlichen Regionen („Die Zukunft der Dörfer“), dem Kontext zur Bildungspolitik und zum Thema Produktivität im Alter.

 

Josef Nussbaumer | Österreich

Lehrt am Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte der Universität Innsbruck. Ein Grundanliegen seiner Arbeit ist es, volkswirtschaftliche Phänomene alltags- und praxisnah darzustellen, sodass sie von jungen Menschen erfasst werden können. Gemeinsam mit A. Exenberger und S. Neuner verfasste Nussbaumer das beeindruckende Buch „Unser kleines Dorf“. Es liefert aktuelle Informationen zu globalen Problemen, illustriert mit interessanten Beispielen und Abbildungen. Unser kleines Dorf zeigt 'Eine Welt', als Dorf mit 100 Menschen, genannt „Globo“ und bietet ein „Panoptikum globaler Lebensrealitäten“. Es finden sich Informationen zu Bevölkerung, Wirtschaft, Ernährung, Energie, Verkehr, Arbeit, Konsum, etc. - in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und aus aller Welt. Die Informationen sind eingebettet in eine Erzählung über Probleme, die oft die Dorfrealität prägen, aber auch über Chancen, die sich den Menschen bieten.

 

Stefan Neuner | Österreich

Mag. Stefan Neuner ist diplomierter Betriebswirt, angehender Sozial- und Wirtschaftshistoriker und mehrfach ausgezeichneter Social Entrepreneur. Zur Zeit arbeitet er an einem Lehrbuch über „Globales Lernen“ und entwickelt und betreut für alpS - Zentrum für Klimawandelanpassung einen fächerübergreifenden Unterricht zum Thema Energie, Nachhaltigkeit und gemeinsames Handeln an der HLW Feldkirch.

 

Freitag, 16. Mai 2014

 

Helle Jensen | Dänemark

Diplomierte Psychologin und Familientherapeutin. Ihre große Erfahrung erarbeitete sie sich über viele Jahre als klinische Psychologin innerhalb des dänischen Schulsystems und in privater Praxis. Über lange Zeit war Jensen Lehrbeauftragte der Kempler Institute in Dänemark und Norwegen. Neben der Arbeit in ihrem eigenen Institut ist sie als Dozentin in dem Training „Familycounselling“ in Salzburg tätig und gibt Kurse für Familylab in Deutschland. Helle Jensen ist bekannt als Autorin zahlreicher Artikel und Mitautorin von Jesper Juul. J.Juul, H. Jensen, “Vom Gehorsam zur Verantwortung” Beltz 2009. 2012 entwickelte sie in einer Gruppe von Autoren (Jesper Juul, Peter Hoeg) die Arbeit “Miteinander – wie Empathie Kinder stark macht“ (als Buch erhältlich).

 

Christiane Spiel | Österreich

Zunächst unterrichtete Christiane Spiel Mathematik und Geschichte, dann studierte sie Psychologie. Stationen ihrer wissenschaftlichen Laufbahn waren das Wiener Institut für Psychologie, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und die Universität Graz. 1999 erhielt sie den Ruf an die Universität Wien, seit März 2000 leitet sie den neu eingerichteten Arbeitsbereich Bildungspsychologie und Evaluation. Mit ihren MitarbeiterInnen begründete Spiel die Bildungspsychologie als wissenschaftliche Disziplin und konzipierte ein entsprechendes Strukturmodell, das die Bildungskarriere und Lebenslanges Lernen ins Zentrum stellt; (Veröffentlichungen in über 180 dt.- und englischsprachigen Zeitschriftenartikeln und Buchbeiträgen). Sie ist Mitglied mehrerer internationaler Beiräte, Vorstandsvorsitzende der DeGEval - Gesellschaft für Evaluation, Past-President der European Society for Developmental Psychology sowie Herausgeberin mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften.

 

Elena Bütow | Deutschland

Nach dem Studium der Diplompädagogik an der Universität Bielefeld ist Elena Bütow seit 2011 Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Urbane Lernräume“ von Prof’in Dr. Sabine Andresen an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Das Forschungsprojekt ist über drei Jahre als qualitativer Längsschnitt angelegt; (gefördert vom interdisziplinären Forschungsverbund IDeA Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk). Im Frankfurter Bahnhofsviertel, das von Urbanität, Migration, sowie markanten Gegensätzen von Arm und Reich geprägt ist, werden mit Hilfe qualitativer Methoden raumbezogene Praktiken und Deutungen von Kindern in den Blick genommen. Die Forschungsschwerpunkte von Frau Bütow sind die Kindheitsforschung, Qualitative Forschungsmethoden und Kinderarmut.

 

Ibrahim Ismail | Deutschland

Studium der Sportwissenschaft an der Ruhr-Universität; während des Studiums baute Ismail Projekte mit benachteiligten Jugendlichen auf. Diplomarbeit zu „Streetwork im sozialen Brennpunkt – Perspektiven einer zeitgemäßen Sozialarbeit“; (Universitätspreis des Rotary Clubs Bochum-Hellweg). Aus dieser Arbeit entwickelte Ismail konsequent seine erfolgreiche Praxis weiter: Das Projekt Rückenwind, koordiniert von Paidaia e.V., bietet eine innovative Plattform, mit der Zugangswege zu sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen geschaffen werden, um das Eigeninteresse an Bildung zu wecken. Aufbauend darauf entstand zuletzt die Arbeit mit jugendlichen Intensivtätern. Die Projekte erhielten sehr positive Evaluationen. Nach zahlreichen, erfolglosen Zwangsmaßnahmen nehmen die Jugendlichen auf freiwilliger Basis am Sinn-Projekt des Paidaia e.V. und der Ordnungspartnerschaft Coesfeld teil. Laut Polizei ist die Jugendkriminalität seit Beginn des Projektes stark gesunken.

 

Hilarion Petzold | Deutschland, Niederlande, Österreich

Univ.Prof.Dr.Dr.Dr.; studierte Philosophie, russ.-orthodoxe Theologie, Psychologie, Sonderpädagogik, Medizin in Paris (Dr. theol., Dr. phil.), Düsseldorf und Frankfurt (Dr. phil.). Entwickler und Begründer des schulenübergreifenden Modells der Integrativen Therapie. Emer. Prof. für Psychologie, klinische Bewegungstherapie und Psychomotorik an der Freien Universität Amsterdam. Wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs Supervision und Coaching, Donau-Universität Krems. Mitbegründer des Fritz Perls Institut für Integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung, Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter der Europäischen Akademie für Biopsychosoziale Gesundheit (EAG). Autor zahlreicher Bücher und Fachpublikationen zur Entwicklungspsychologie und –therapie in der Lebensspanne, Neuropsychologie, klinischen Philosophie. Europaweit Lehrtätigkeit zu Suchttherapie, Supervision, Organisationsentwicklung, Coaching im Non-Profit- und Profitbereich..

 

Tango en Punta

Andrea Seewald & Matias Haber gründeten Tinkers – Tanzprojekte mit Kunstschaffenden und Menschen mit Behinderung. Tango en punta verweist auf das gleichnamige Festival, in dem Tangostars, Aficionados und Menschen mit Behinderung gemeinsam tanzen.

 

Samstag, 16. Mai 2014

 

Margy Whalley | Großbritannien

In den späten 70er Jahren des 20 Jhs. war Whalley Leiterin multidisziplinärer Dienste für die frühe Kindheit in Brasilien, Papua Neu Guinea und England. 1983 gründete sie das Pen Green / Early Excellence Center (EEC) für Kinder bis 5 Jahre und ihre Familien. Diese Arbeit wurde von Anfang an mit Forschung und Evaluation begleitet und vielfach multipliziert. Heute bestehen 100 EEC-Centers: Kombinationen von Kindertageseinrichtung, Bürgerbüro, Elternarbeit, Nachbarschaftstreff, Forschungszentrum, Arbeitsmarktbezogene Programme. „Our image of the child is rich in potential, strong, powerful, competent and most of all connected to the adults and other children around them. We build on parents’ competencies, not their deficiencies, and recognise the crucial role they play in educating their children.

 

Jörg Maywald | Deutschland

Jörg Maywald ist Soziologe und Psychologe und seit 1995 Geschäftsführer der Liga für das Kind, seit 2002 stellvertretender Sprecher der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland sowie Honorarprofessor der Universität Potsdam. Jörg Maywald publizierte vor allem zum kindlichen Trennungsverhalten, zum Kinderschutz und zum Pflegekinderwesen. Sein Studium der Soziologie und Psychologie absolvierte er in Berlin, Amsterdam und Paris. Bereits Mitte der 70er Jahre war er Mitbegründer im Berliner Kinderschutz-Zentrum, wo er bis 1986 tätig war, anschließend arbeitete Maywald für 2 Jahre an der Ecole Expérimentale von Bonneuil-sur-Marne, Frankreich (Kinder- und Jugendpsychiatrie), es folgten Lehraufträge in der Aus- und Weiterbildung im Hochschulbereich. Von 1991 bis 1994 koordinierte Maywald das Bundesprojekt „Förderung des Pflegekinderwesens in den neuen Bundesländern“.

 

Fabienne Vocat | Schweiz

Fabienne Vocat ist die Leiterin der Programmschiene «Bildungslandschaften Schweiz», die von der Jacobs Foundation im Jahr 2011 als Pilotvorhaben lanciert wurde. Es geht der Frage nach, wie schulische und außerschulische Akteure angesichts des starken gesellschaftlichen Wandels optimal zusammenarbeiten können. In Deutschland unterstützt die Jacobs Foundation bereits seit 2002 die Entwicklung von Ganztagesschulen und den Aufbau von Bildungslandschaften. 2007 startete beispielsweise in vier deutschen Gemeinden das Projekt «Lebenswelt Schule». Die bisher gemachten Erfahrungen sind positiv und weisen eine große Vielfalt auf.

 

André Stern | Frankreich

André Stern, geboren 1971, Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister, Journalist und Autor, u.a. des Bestsellers „Mein Vater, mein Freund“. Stern wuchs als Sohn des Forschers und Malort-Gründers Arno Stern in Paris auf und wurde nie beschult. Als Freibildungsexperte ist er ein gefragter Referent, der sich international (Europa, USA, Kanada, Afrika, Indien) an der Seite von zukunftsorientierten Akteuren der Bildungslandschaft engagiert. Daneben arbeitet er eng mit seinem Vater zusammen und ist mit Prof. Dr. Gerald Hüther Gründer und Leiter der Initiative „Männer für morgen“. Ferner leitet André Stern das „Institut Arno Stern, ­Labor zur Beobachtung und Erhaltung der spontanen Veranlagungen des Kindes“ und initiierte die Bewegung „Ökologie des Lernens“. Er ist einer der Protagonisten in „Alphabet“, dem neuen Film von Erwin Wagenhofer.

 

Christoph König | Deutschland

Studium an der Universität Innsbruck. Nach kurzer Tätigkeit am Brenner-Archiv baute König am Deutschen Literaturarchiv in Marbach die Abteilung „Geschichte der Germanistik“ auf; (Herausgeber des internationalen Germanistenlexikons 1800-1950). Er habilitierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und wechselte 2000 an die Universität Stuttgart. Seit Oktober 2005 besetzt er den Lehrstuhl für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Osnabrück. Im Laufe seiner Forschungen erweiterte er seine philosophische Reflexion der Literaturkritik und bezog historische und disziplin-immanente Aspekte in die Analyse mit ein. Aktuelle Forschung zum weltweiten Vergleich philologischer Disziplinen und ihrer Methoden. Visiting professor in Paris und den US, 2008/2009 Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin, 2011/12 Fellow am Internationalen Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“
in Erlangen. Autor von Büchern über Hofmannsthal (2001), Peter Szondi (2004), Rilke (2014) und über die "Philologie der Poesie. Erkenntniskritik von Goethe bis Peter Szondi" (2014).

        

 

Lothar Krappmann | Deutschland

Theologe und Soziologe. Sein Buch „Soziologische Dimensionen der Identität“ (10. Auflage) gilt als Standardwerk der Soziologie. Bis 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin: Forschung zu Sozialisationstheorie, soziale und moralische Entwicklung von Kindern, Peergroup-Interaktionen bei Kindern, Beziehungen in der Gruppe, Verhältnis Familie - Peergroup, Tagesbetreuungseinrichtungen und beobachtende Forschungsmethoden im Kontext Kinderrechte. Krappmann forscht weiterhin und ist Honorarprofessor für Soziologie der Erziehung (Freie Universität Berlin). Zwischen 2003 und 2011 arbeitete er als einer von 18 Mitgliedern des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes. Lothar Krappmann ist Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Republik Deutschland.

 

ReferentInnen der Ateliers

 

Marko Lüftenegger | Österreich

Studium der Psychologie in Salzburg, Wien und Lisboa. Dissertation der Sozialwissenschaften an der Universität Wien zu „Lebenslanges Lernen als Ziel von Unterricht: Bildungspsychologische Förderansätze in der Sekundarstufe.“ Lektor an der Pädagogischen Hochschule Wien; seit 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei pro mente Kärnten; Wissenschaftlicher Beirat der Österreichischen Akademie für Psychologie (AAP) seit 2009. Mitglied in der American Educational Research Association (AERA) - SIG Motivation in Education (seit 2011); Organisation des Symposiums „Bildungsmotivation“ (2008) und des Symposiums „10 Jahre Bildungspsychologie und Evaluation an der Universität Wien“ (2010).

 

Christiana Brown | Großbritannien, Ghana

Christiana Brown, Gesundheitserzieherin, arbeitet seit mehr als 15 Jahren für internationale Organisationen, zuletzt für Child-to-Child Trust, die sich auf Health Care spezialisiert hat und Kinder als aktive Partner in der Vermittlung von Gesundheitswissen einbezieht. In den letzten 8 Jahren betreute Christiana Brown Partnerorganisationen in Ländern Ost- und Westafrikas, um gemeinsam Bewältigungsstrategien für Kinder zu entwickeln, deren Familien von AIDS betroffen sind.

 

Harry Shier | Irland

Harry Shier arbeitete während der letzten Jahrzehnte für eine lokale nicaraguanische NGO, CESESMA, Centro de Servicios Educativos en Salud y Medio Ambiente (Centre for Education in Health and Environment), San Ramón, Matagalpa, Nicaragua. CESESMA startete 1992 als eine Aktionsgruppe von LehrerInnen, mit der Absicht, die Bildung zu ökologischen und gesundheitlichen Themenstellungen in den ruralen Grundschulen zu verbessern. Die Projekte von CESESMA basieren auf der Teilhabe von jungen Menschen, die die Programme aktiv mitgestalten. In diesem Sinn gibt es Parallelen zur Arbeit der Child-to-Child Trust und von Welt der Kinder. Sein aktueller Arbeitsschwerpunkt: Children as protagonists in creating sustainable schools.

 

Herbert Siegrist | Österreich

Geschäftsführer des „Arbeitskreis Noah“, Verein für Sozialpädagogik und Jugendtherapie; seit  über 30 Jahren für das Management des österreichischen Jugendschiffs NOAH - Begleitung von Kindern und Jugendlichen und deren Familiensystemen - verantwortlich. Ausbildung zum DSA (in Bregenz) und in Integrativer Kinder und Jugendpsychotherapie nach Fritz Perls; (FPI).

 

Werner Leixnering | Österreich

Der anerkannte Experte für Kinder- und Jugendpsychiatrie leitete die Station für Heilpädagogik und Psychosomatik / Uni-Klinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters am AKH Wien, später die Abteilung für Jugendpsychiatrie an der Landes-Nervenklinik Linz. Er war auch ärztlicher Leiter des Therapiezentrums „Bienenhaus“ / SOS-Kinderdorf Hinterbrühl und ist weiterhin am Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Familienrathaus SOS-Kinderdorf und als Gerichtssachverständiger tätig.

 

Karsten Brensing | Deutschland

Karsten Brensing ist Meeresbiologe und Verhaltensforscher. Er hat an der FU Berlin über die Interaktion zwischen Delfinen und Menschen promoviert und Forschungsprojekte in Florida und Israel geleitet. Seit 2005 arbeitet er für die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. In seinem neuen Buch „Persönlichkeitsrechte für Tiere / die nächste Stufe der moralischen Evolution“ berichtet er von komplexen sozialen Gebilden, strategischem Denken, Trauer und Sprache im Tierreich.

 

Kuratierung / Moderation

 

Carmen Feuchtner | Österreich

Mag.a phil. Geschäftsführerin von Welt der Kinder, Aufbau verschiedener sozialer Dienste in Vorarlberg (Hospizbewegung, Palliative Care-Ausbildung, Pflegende Angehörige/ mit menschen pflegen; seit 2004 Aufbau der Kinderbeteiligung in Vorarlberger Gemeinden), Mitbegründerin von Welt der Kinder, Supervisorin (EAG/FPI). (Details siehe Website Welt der Kinder).

 

Gerhard König | Österreich

Dr.med. Gründer/Vorstand von Welt der Kinder; Arzt, Kinder- und Jugendpsychotherapeut; Filmemacher mit mehrfachen Auszeichnungen. Als Arzt/Tropenmediziner seit 1995 in der humanitären Hilfe tätig (u.a. mit Ärzte ohne Grenzen, Caritas, IKRK) v.a. in Afrika und Zentralasien (Ruanda, Sudan, Tadjikistan, Sierra Leone, Afghanistan, Äthiopien). (Details siehe Website Welt der Kinder).

 

Lothar Krappmann | Österreich

Prof. Dr. Lothar Krappmann, Theologe, Soziologe, Kinderrechtsexperte, Emeritus des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Berlin, langjähriges Mitglied des UN-Kinderrechtebeirats, Forscher und Honorarprofessor für Soziologie der Erziehung an der Freien Universität Berlin, Träger des Verdienstkreuzes erster Klasse der Republik Deutschland. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats zum Symposium und Kurator des Subsymposiums zu Bildung im Kontext.